Es ist gut, dass ich da bin
Im Alltag, in kleinen Momenten, entsteht nach und nach ein Eindruck davon, wie sie sich selbst sehen können.
Ob sie sich als willkommen erleben. Ob sie spüren, dass sie richtig sind. Oder ob sie beginnen zu zweifeln.
Dabei geht es nicht darum, dass alles gelingt.
Kinder machen Erfahrungen.
Sie stolpern, probieren sich aus, geraten in Konflikte, werden manchmal ausgeschlossen oder nicht verstanden. All das gehört zum Aufwachsen dazu.
Umso wichtiger ist es, dass etwas anderes bestehen bleibt. Ein leiser, aber verlässlicher Gedanke: Es ist gut, dass ich da bin.
Dieses Gefühl entsteht nicht durch große Worte, sondern durch Wiederholung und Haltung. Wenn Kinder erleben, dass sie angenommen sind – unabhängig davon, was sie leisten, wie sie sich verhalten oder ob sie gerade scheitern, kann sich etwas in ihnen festigen. Ein Vertrauen in sich selbst.
In einem Lied heißt es:
„Ich leb so gern, bin glücklich, wenn man lacht
und wenn mein Sein auch andere glücklich macht.“
In einem anderen:
„Ich mag mich, wie ich bin!“
Solche Worte können Kindern eine Richtung geben. Nicht als Anspruch,
sondern als Möglichkeit.
Ein Gefühl dafür, dass sie Teil dieser Welt sind.
Dass sie Raum haben.
Dass sie entdecken dürfen.
Auch im Alltag zeigt sich, wie dieses Erleben wachsen kann.
Wenn ein Kind merkt, dass es bleiben darf, auch wenn etwas nicht gelingt.
Wenn es ernst genommen wird, auch in schwierigen Momenten.
Wenn nicht alles bewertet wird, sondern manches einfach da sein darf.
So entsteht mit der Zeit ein inneres Fundament. Ein Wissen, das nicht laut ist,
aber trägt: Ich bin da. Und das ist gut so.